Gutgelaunte Preisverleihung im Gießkannenmuseum

15.08.2016
 

Solokannen oder Rudelbildungen gekonnt und mit Bildwitz abgelichtet

Seit einigen Tagen sind sie bekannt, am vergangenen Samstag wurden sie im Gießkannenmuseum geehrt: Die 6 Preisträger/innen des Fotowettbewerbs „Wo sich Gießkannen einfinden“, der anlässlich des 5. Geburtstags des Gießkannenmuseums ausgelobt worden war. Unter den 33 Bildeinsendungen wurden die Einreichungen von Monika Bernges, Dorothee Brosinsky, Hans Jürgen Denhard, Werner Gruber, Tom Kronenberg und Jessica Schnellbächer in zwei Kategorien prämiert.

Den ersten Preis in der Kategorie „Solokanne“ erhielt Hans Jürgen Denhard, der zu seinem Bild schrieb, es sei „entstanden am 18.07.2016 in Krofdorf-Gleiberg am Schulbrunnen in der Torstraße. Das Kännchen stammt noch von meiner verstorbenen Mutter und dürfte nahezu 60 Jahre alt sein; es wurde ausschließlich zum Gießen der zahlreichen Kakteen verwendet. Nun ist es ein Lieblingsspielzeug meines Enkels.“ Als Gewinn ging dafür an den Fotografen: ein Gutschein im Wert von 100.- €, der bei Baumschule Rinn einzulösen ist.

Als Zweitplatzierter schließt sich Tom Kronenberg mit seiner gut verstauten blauen Kanne an. Das Foto wurde von ihm am 10.7.2016 auf einem Hof in Gießen-Wieseck aufgenommen; er notiert dazu: „Mein zweijähriger Neffe ist sehr ordentlich beim Einparken seiner Spielgeräte, diesmal mit einer besonderen Fracht.“ Herr Kronenberg durfte mit dem Gewinn einer vollgepackten GiKaM-Präsente-Tüte nach Hause gehen, die u.a. ein Gießkannendesign-Objekt enthält.

Platz drei nimmt Monika Bernges ein, die eine Gartenidylle in Komplementärfarben in der Gärtnerei Engelhardt abgelichtet hat. Die Fotografin dazu: „Meine Fotogruppe und ich suchen immer außergewöhnliche Motive. So standen nicht nur die Blumen im Vordergrund, sondern auch die nette Dekoration des Personals. Sie freuen sich immer, wenn wir mit Stativ und Kamera erscheinen, um die herrlichen Frühblüher ins rechte Licht zu setzen.“ Mitglieder der Fotogruppe begleiteten ihre Kursleiterin gleich mit zur Preisverleihung; sie gewann ein reich bebildertes Gartenbuch.

Erstplatzierte in der Kategorie „Rudelbildung“ ist eine alte Bekannte - ihr Bild wurde bereits als Zwischenstandmeldung abgebildet: Jessica Schnellbächer überzeugte die Jury mit ihrer Kannenaufreihung nebst Hund im Sonnenlicht. „Erstellt wurde das Foto bereits vor ein paar Jahren an einem schönen Herbsttag, als wir unseren Garten ‚winterfest‘ gemacht hatten. Unser Opa hatte alle Gießkannen, die bei uns im Sommer rund ums Haus verteilt zum Gießen parat stehen, eingesammelt und im Unterstand aufgestellt.“ Frau Schnellbächer darf sich über einen Sektempfang im GiKaMu plus exklusiver Führung für Sie und ihre Freunde zu einem selbstbestimmten Termin freuen.

Platz zwei nimmt die Fotografie von Werner Gruber ein, der bereits im vergangenen Herbst den Kleinlindener Friedhof besucht hatte, um dort diese festverschlossene, aber knallbunte Rudelbildung abzulichten. Zu dieser stellt er belustigt fest: „Eine derartige Sicherung von Gießkannen hatte ich bis dato nicht gesehen“. Herr Grüber gewinnt damit einen Gutschein in Wert über 60,- € der Firma Gartenzauberwerk, die ihm zwei Stunden Arbeitseinsatz versprechen.

Den dritten Platz in der Kategorie der Kannengruppierungen erhält der Schnappschuss von Dorothee Brosinsky. Sie hat die Aufreihung am 18. Juli dieses Jahres in der Altstadt in Prag abgelichtet. Erfreut stellte das Team des GiKaMu fest, dass sich einige der dort abgelichteten, ungewöhnlichen Kannen bereits in der Sammlung befinden. So wurde eine Gießkanne entdeckt, die als typgleiche einst aus Budapest ins Museum kam, sowie ein Exemplar mit Klappdeckel, das aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt und sich als gepunktetes Exemplar ebenfalls in den Beständen befindet. Dafür wird sie Fotografien mit einem Gießkannenbuch belohnt.

Die Preisverleihung im Gießkannenmuseum gestalteten Ingke Günther und Jörg Wagner vom Team des GiKaMus. Allen Preisträgern sei auf diesem Wege noch einmal herzlich gratuliert!