Künstlergespräch im Gießkannenmuseum

24.06.2019
 

Im Rahmen der GIENNALE spricht die Zeichnerin Barbara Eichhorn über ihre Arbeit.

Am: 28. Juni um 18 Uhr

Im: Gießkannenmuseum, Sonnenstraße 3

Seit dem 13. April ist die zweite Ausstellung in der Reihe FREIFLÄCHE im Gießkannenmuseum zu sehen. Die in Wien lebende Künstlerin Barbara Eichhorn, die sich explizit als Zeichnerin versteht, zeigt in diesem Rahmen Auszüge aus ihrem 70-teiligen Werkzyklus „Der innere Kompass“. In diesem verknüpft sie auf sehr sensible Weise botanische Bildelemente mit handgeschriebenen Textpassagen. Die 2016 entstandene Arbeit umfasst 4 Kapitel – das vierte Kapitel wird nun noch bis zum 30. Juni als konzentrierte Setzung auf der großen Ausstellungsfläche des GiKaMu zu sehen sein. Am Freitag spricht Eichhorn mit Ingke Günther und Jörg Wagner sowie interessierten Besucher*innen über ihren zeichnerischen Ansatz.

Die Künstlerin schreibt zu dieser Serie: „Handschriftlich zusammengetragene Textauszüge verschiedener Autoren bilden in Form und Inhalt ein Nachdenken über den Zustand unserer Gesellschaft, ein Ordnen der Flut an täglichen Informationen und Meinungen und ein Sortieren der eigenen Gedanken. Über den Texten liegen in zweiter Schicht Frottagen von getrockneten Pflanzenblättern, so dass die Texte nur noch bruchstückhaft zu lesen sind und in dieser Lückenhaftigkeit im Kopf des Betrachters – sofern meine Handschrift überhaupt lesbar ist – eigene Geschichten entstehen. Die Pflanzen sind wahllos gepflückte Wiesenpflanzen und Unkraut, teilweise von Schnecken zerfressen. In ihrer Fragilität stehen sie für die Brüchigkeit unseres Seins, für gegenwärtige Gesellschaftsordnungen und -zustände.“


www.giennale.de