Freifläche

Die Ausstellungsreihe FREIFLÄCHE: Bildende Kunst im Gießkannenmuseum

Seit Ende September 2018 ist das Gießkannenmuseum in neuen Räumlichkeiten untergebracht. Diese ermöglichen eine Profilierung der Ausstellungspraxis in Richtung der bildenden Kunst. Das GiKaMu verfügt nun über eine große Wandfläche, die sich hervorragend für die Präsentation künstlerischer Arbeiten eignet und zudem durch ein Schaufenster von außen einsehbar ist. Unter dem Titel FREIFLÄCHE werden hier im Wechsel Ausschnitte der museumseigenen druckgrafischen Sammlung und Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstler*innen gezeigt, deren Arbeitsansätze inhaltlich zum Themenbereich des Museums passen.

 

Druckgrafische Sammlung des Gießkannenmuseum

Das Gießkannenmuseum verfügt über eine spezielle Sammlung von Druckgrafiken aus dem 17. bis 21. Jahrhundert, die das Motiv der Gießkanne zeigen. Der Schwerpunkt der inzwischen auf über 100 Blätter angewachsenen grafischen Abteilung liegt dabei auf dem 19. Jahrhundert.  Auf den Holz- und Kupferstichen, Lithografien, Linoldrucken, Illustrationen und historischen Postkarten, die die Sammlung umfasst, zeigt sich die Gießkanne mal als Protagonist, mal als eher beiläufiger Bildgegenstand. So tritt sie vorwiegend als wässernde Freilandkanne im Garten auf, aber auch als improvisiertes Behältnis für den eben getätigten Fischfang oder als zweckentfremdetes Musikinstrument in Kinderhand.

Den Grundstock dieser Sammlung legte die Übereignung eines größeren Konvoluts an historischen Grafiken mit Gießkannenmotiven aus den Beständen des Antiquars Ekkehard Komp (Lollar). Seitdem wächst die grafische Abteilung durch weitere Schenkungen stetig an. Die historischen Blätter wurden inzwischen auch durch Grafiken zeitgenössischer Künstler*innen ergänzt.

Am alten Standtort des GiKaMu wurden die Grafiken in einem kleinen Kabinett ausgestellt. Heute können sie auf Anfrage in Mappen eingesehen werden, zudem werden Ausschnitte der Sammlung regelmäßig in Wechselausstellungen gezeigt.

 

 

Zeitgenössische Kunst im GiKaMu

Die Reihe mit zeitgenössischer Kunst im GiKaMu eröffnet die Druckgrafikerin Jette Flügge (Iserlohn), deren thematischer Schwerpunkt die Welt der Natur und seine eingehegte Form, der Garten, ist. Für das Gießkannenmuseum hat sie mit RÜCKZUGSGEBIETE eine wandfüllende, ortsbezogene Arbeit aus mehrteiligen Linoldrucken umgesetzt.

Ausstellungsdauer: 4. November 2018 bis 3. Februar 2019

 

 

 

Mit Barbara Eichhorn (Wien) ist für die zweite Ausstellung eine Künstlerin eingeladen, die sich explizit der Zeichnung verschrieben hat. Sie wird Auszüge des 70-teiligen Werkzyklus „Der innere Kompass“ zeigen, in dem botanische Bildelemente mit Texten verwoben sind.

Ausstellungseröffnung: April 2019