Idee & Museumsgründung

 

Die Stadt Gießen und die Gießkanne, das Werkzeug zum Umsetzen einer der wichtigsten Gärtnerpflichten, sind bereits durch ihren gemeinsamen Wortstamm eng miteinander verbunden. Im Rahmen eines 2010 ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs der Stadt im Vorfeld der Hessischen Landesgartenschau 2014 wurde der Impuls eines Gießener Bürgers aufgegriffen, ein Gießkannenmuseum in der Universitätsstadt an der Lahn ins Leben zu rufen – hat der Vorschlag doch einen gleichermaßen spielerischen wie ernsthaften Gehalt. Im Jahr 2011 wurde die Idee in die Praxis umgesetzt und das Gießener Gießkannenmuseum gegründet. Seitdem wächst der Sammlungsbestand stetig durch Gießkannenspenden aus aller Welt.

Inzwischen ist das GiKaMu eine Institution, die nicht mehr aus der Kulturlandschaft der Stadt Gießen wegzudenken ist. Was zunächst als temporäres Projekt begann, hat eine Eigendynamik gewonnen und sich zu einer gleichermaßen reichhaltigen, lebendigen wie kuriosen Sammlung mit überregionaler Ausstrahlung entwickelt.

 

Die Kuratoren

Das interdisziplinäre Künstlerkollektiv gärtnerpflichten – ohnehin mit Phänomenen der Alltagskultur beschäftigt und von der Stadt damit beauftragt, Kunst-, Kultur- und Vermittlungsprojekte auf den Weg zu bringen – nahm sich der Ausgestaltung der Museumsidee an. Ein Konzept und ein Rahmenprogramm waren zu entwickeln, eine Sammlung zu generieren und geeignete Räumlichkeiten zu finden.

gärtnerpflichten speist als verantwortliches Museumsteam seinen Zugang zur Dingkultur und unorthodoxen Vermittlungsformen in die Museumsarbeit ein. Schon die Idee eines partizipativen Museums rührt aus der Praxis seiner Betreiber, für die die Aspekte des Sammelns, der Teilhabe oder der performativen Gestaltung von Alltagssituationen wesentliche Momente ihrer Arbeit sind. Von seinem Ursprung her hat das Gießkannenmuseum somit künstlerische Wurzeln und ist mit der Fokussierung auf diesen Gegenstand und seinem partizipativen Ansatz einzigartig.

 

Trägerschaft

Träger des Gießener Gießkannenmuseums ist die Stadt Gießen. Für die Kuratierung und Betreuung des GiKaMu, sowie seine Bewerbung durch Aktionen und Rahmenprogramm ist die Künstlergruppe gärtnerpflichten verantwortlich.

 
 

Eröffnung des Gießkannenmuseums

 
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