DRI.P.246 Modell „Katzenmusik“

DRI.P.246 Modell „Katzenmusik“
Kategorie: Drinnen / Plastik 
Stifter/in: An Seebach, Berlin
Beschreibung:

Plastik, ca. 1,6 Liter, grün, Form einer trompetenden Katze, Schwanz als Henkel, abschraubbare Brause, keine extra Einfüllöffnung, erhabene Blüten über den Korpus verstreut, neuwertig

Geschichte:

Die Kannenstifterin hat das GiKaMu als Kuratorin kennengelernt und als solche zu einer Ausstellung ins DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst im Münsterland eingeladen. Dort fand im Jahr 2020 die Saisonale* statt, welche das Thema „Kunst und Garten“ beleuchtete. Zur Kannen-Einlieferung schreibt die Überbringerin:
„Diese kleine grüne Plastikgießkanne in Form einer trompetenden Katze – vielmehr das Original – habe ich in den 90er Jahren in einem kleinen Direkt-Importladen für asiatische Kunststoffwaren im Souterrain der Berliner Kastanienallee erworben.
Danach war sie auf der Fensterbank meiner Küche im Dortmunder Künstlerhaus am Sunderweg 1 dauerhaft anwesend. Während sie schlicht ihren Wasservorrat bereithielt, diskutierten am Abend internationale Künstlerinnen über ihr prekäres Leben oder tauschten Rezepte einheimischer Speisen weltweit aus.
Eine Zeit lang leistete sie zusätzlich gute Dienste als Gesellschafterin meines Kanarienvogels Paul, dessen Käfig für ein paar Jahre auf ebenjener Fensterbank stand.
Eines Tages machte ihr die UV-Einstrahlung zu schaffen. Sie war nicht nur farblos geworden, auch das Material wurde so porös, dass sie leckte, ausgetauscht wurde und in totale Vergessenheit geriet.
Erst als ich 2007 nach Berlin umzog, spielte sie sich wieder in mein Gedächtnis zurück. Ich erblickte ihresgleichen in der unmittelbaren Nachbarschaft meines Wohnhauses in zigfacher Ausführung auf einem Balkon. Der Besitzer hatte sie an Stelle einer Bepflanzung dort reihum aufgestellt.
Auch diese grünen Katzenmusikerinnen haben inzwischen undokumentiert ihren Standort verlassen, so dass ich dem Gießener Museum nur eine neue und 2020 online in der FreakButik gekaufte Ersatzkanne und die dazugehörige Geschichte quasi als Rekonstruktion anbieten kann.“

 

Die Exponate