Fachsimpeln IV: Erzählgegenstände. Das performative Potential der Museumsdinge

Vortrag von Dr. Angela Jannelli

Zeit: 15.12.2016 um 19.30 Uhr Ort: GiKaMu, Galerie Neustädter Tor

Museumsdinge sprechen nicht, auch wenn Museumsleute und Ausstellungsgestalter dies immer wieder gern behaupten. Es sind die Kurator/innen, die durch die Dinge zu den Besucher/innen sprechen, die die Dinge für sie sprechen lassen und selbst lieber im Hintergrund bleiben. Die in Szene gesetzten Museumsdinge sollen die Betrachter zum Sprechen bringen. Wenn die Objekte geschickt arrangiert sind, dann stehen wir ihnen nicht gleichgültig gegenüber, dann sprechen sie uns an, wecken Assoziationen, werfen Fragen auf, bringen einen Dialog in Gang, mit uns oder mit anderen. In ihrem Vortrag spricht Angela Jannelli über das performative Potential der Dinge. Anhand praktischer Beispiele und kleiner Experimente wird deutlich, wie Dinge uns zu Handlungen auffordern oder Geschichten in unseren Köpfen ablaufen lassen können.

Dr. Angela Jannelli ist Kuratorin im Historischen Museum Frankfurt. Sie studierte Germanistik, Romanistik und Volkskunde/Kulturanthropologie in Tübingen, Aix-en-Provence und Hamburg. 2012 wurde sie mit einer Arbeit über „Wilde Museen. Zur Museologie des Amateurmuseums“ promoviert. Sie ist Kuratorin im Team von Frankfurt Jetzt!, einem partizipativ und auf die Gegenwart ausgerichteten Dauerausstellungsteil, der 2017 eröffnet wird. Seit 2012 leitet sie die „Bibliothek der Alten“, ein künstlerisches Erinnerungsprojekt.

www.jannelli.de

 

 

Fachsimpeln III: Gießkannenkalender und Gießkannengeschichten

Gerne möchten wir Sie auf die nächste Veranstaltung der Reihe „Fachsimpeln“ im Gießkannenmuseum Gießen aufmerksam machen.

Am Donnerstag, den 11. Oktober um 19 Uhr  stellen wir den Gießkannenkalender 2013 vor, der sich den Beständen des Gießener Gießkannenmuseums widmet und Teile der inzwischen auf knapp 480 Exponate angewachsenen Sammlung zeigt.
Der Kalender ist in Kooperation des Gießkannenmuseum mit der Gießen Marketing GmbH und dem Druckkollektiv entstanden und von der Grafikerin Isa Balzer gemeinsam mit den gärtnerpflichten konzipiert worden.
Auf 58 inhaltlich wie graphisch ausgefeilt gestalteten Seiten ist der großformatige Wochenplaner (46 cm x 13,5 cm) darauf angelegt, Gartenfreunde und Liebhaber der Alltagskunst durch das kommende Jahr im Zeichen der Gießkanne zu begleiten. Er ist aus Verantwortung der Umwelt gegenüber nach den strengen Standards von Gründrucken für nachhaltige Printprodukte hergestellt.

Am 11. Oktober 2016 gibt „Fachsimpeln III“ somit Einblicke in die Geschichten, die der Kalender versammelt und stellt die Protagonisten vor, die sich hinter diesen verbergen. Außerdem präsentieren wir die spektakulären Neuzugänge der Sammlung!

Die Veranstaltung findet im Gießkannenmuseum statt.
Dies ist eine herzliche Einladung an alle, die sich der Tülle und Brause verbunden fühlen!

 

 

Fachsimpeln II: Womit die Gießkanne flüssig arbeitet

Mit der 2. Veranstaltung der Reihe „Fachsimpeln" ist das Gießkannenmuseum Gießen im Mai zu Gast in der Ausstellung „Landschafft Ressourcen“ in der Kunsthalle im Rathaus am Berliner Platz.

Durch die Ausstellung führt Prof. Dr. Hans-Georg Frede des Instituts für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen. Schwerpunkt der Führung wird, mit Augenmerk auf die Gießkanne, das Element WASSER sein.

Mit der Reihe „Fachsimpeln“ greift das Gießkannenmuseum seit diesem Frühjahr Themen rund um das Werkzeug zur Erfüllung der ersten Gärtnerspflicht auf und versucht das „Gießkannenwissen“ zu mehren.

Führung am: 3. Mai 2012 um 19 Uhr

Wissenschaftler: Hydrologe Prof. Dr. Hans-Georg Frede

Ort: Kunsthalle im Rathaus Gießen, Berliner Platz 1

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

  

 

Fachsimpeln I: Veranstaltungsreihe im Gießkannenmuseum beginnt mit Wissenswertem zur Gießkannenherstellung

Am Donnerstag, den 22. März 2012 wird um 19 Uhr die erste Veranstaltung der neuen Reihe „Fachsimpeln“  im Gießkannenmuseum Gießen starten. Hier werden Themen rund um das Werkzeug zur Erfüllung der ersten Gärtnerspflicht vermittelt – von Produktions- und Designfragen über historische Hintergründe bis zum Themenkomplex eines nachhaltigen Wassermanagements.

Reinhold Kreck eröffnet den Veranstaltungsreigen und wird bei „Fachsimpeln“ über Gießkannenherstellung sprechen. Bis zur Produktionseinstellung vor etwa 16 Jahren gehörte die Firma Kreck aus Dietzhölztal zu den größten Metallgießkannenherstellern Deutschlands. Das Gießkannenmuseum Gießen ist selbstverständlich auch in Besitz einiger Kreck-Kannen und kann davon abgesehen eine ungewöhnliche Sonderanfertigung der Firma aufweisen.

In einem moderierten Gespräch wird Herr Kreck als Experte über die Entwicklung der Metallgießkannen, deren Produktionshintergründe und technische Kniffe sprechen. Im Rahmen der Veranstaltung wird außerdem in die Sammlung des Gießkannenmuseums eingeführt und ein kleiner Imbiss gereicht.

Der Abend ist kostenfrei.

Das Museum, dessen temporäre Ausstellungsräume sich momentan in der Galerie Neu-städter Tor befinden, ist am schnellsten über den 2. Stock der Bastlerzentrale oder über das 1. Parkdeck zu erreichen.

 

Foto: doppelläufige Kreck-Kanne