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DRA.M.219 „Hundedusche“

Kannen dieser Art, die im frühen 20. Jahrhundert als Wassergefäße den üblichen Handwaschbecken zugehörten, wurden später häufig zu Gießkannen umgewidmet. Vor allem in Frankreich sind sie in dieser Umnutzungsform weit verbreitet und in vielen Gärten zu sehen.
Zu unserem Exemplar wusste der Vorbesitzer zu berichten, dass eine Kanne dieser Art in seiner Kindheit zum Einsatz kam, wenn der Hund gewaschen wurde. Ihm wurde damit das zuvor eingeseifte Fell ausgewaschen.
Zur Prominenz in der neueren Kunstgeschichte wurde dieser Kannentypus durch die Assamblage „Accumulation de brocs // Gaz à tous les étages“, die der Objektkünstler Arman 1961 anfertigte. Das Werk befindet sich heute in der Sammlung des Museums Ludwig in Köln.

Kategorie

Stifter*in

Friedrich von Petersdorff

Beschreibung

Emaille, weiß, 5 Liter, trichterförmiger, großer Krug, schnabelartiger Ausguss mit blauem Rand, ein Henkel, Sicke im oberen Gefäßteil, abgeplatzte Stelle am Korpus, Rostspuren am Boden

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