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Autor: Ingke Günther

Swiss Connection

Malereien aus dem Leistungsfach Kunst des Gymnasiums Burgdorf (Schweiz) im Gießkannenmuseum

SWISS CONNECTION

Eröffnung am: 19. März um 18 Uhr
Einführung: Ingke Günther
Führung am Internationalen Museumstag: 17. Mai um 11 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. März bis 19. Mai 2026

Was für eine überraschende und erfreuliche Kooperation! Über die Grenzen hinweg drang die Kunde vom Gießkannenmuseum in die Schweiz – und Schüler:innen des Kunstleistungskurses des Gymnasiums Burgdorf entdeckten die Poesie der Gießkanne. So wurde offenkundig: Wenn junge Talente aus dem Schweizer Emmental auf die farbenfrohe Welt der Gießkannen treffen, entsteht etwas Besonderes.
SWISS CONNECTION präsentiert 23 kleine Acryl-Bilder auf Holz, die die Vielfalt der Sammlung des Gießkannenmuseums Gießen in neuem Licht erscheinen lassen. Kindergießkannen, glänzende Zinkgefäße, bunte Plastikkannen und eine sogenannte „Schwiegermutterkanne“ – die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Burgdorf haben sich mit feinem Blick und großem gestalterischem Gespür diesem Thema gewidmet.

Unter der Leitung von Oliver Lanz, Kunstlehrer am Gymnasium Burgdorf, entstand ein Projekt, das zeigt, wie Unterricht, Kreativität und Alltagskultur miteinander verschmelzen können. Lanz, selbst ein leidenschaftlicher Gärtner, wurde über einen Beitrag des Kölner Gartenradios auf das Gießener Spezialmuseum aufmerksam. Er verstand es daraufhin, seine Schüler:innen auf vielfältige Weise zu motivieren und künstlerisch abzuholen.

Ihm ist wichtig, Kunst als Teil des täglichen Lebens zu vermitteln – als etwas, das jedem offensteht. „Man muss nicht weit reisen, um Spannendes zu entdecken“, sagt Oliver Lanz. „Oft liegt das Gute und Schöne ganz nah. Eine Gießkanne mag banal erscheinen, doch in ihrer Form, Farbe und Struktur steckt ein enormes künstlerisches Potenzial. Gleichzeitig ist eine Gießkanne auch etwas sehr Kulturphilosophisches – manchmal spiegelt sich darin fast ein Stück Mensch oder Charakter.“
Damit hat Oliver Lanz aus der Ferne inhaltlich getroffen, was das GiKaMu ausmacht: Es ist ein Museum, dessen Exponate ursprünglich mitten aus dem Leben stammen und daher Geschichten von Gärtnerpflichten, Alltagspraxis, Design, Einrichtungsgeschichte oder anderen Kulturen zu erzählen wissen.

Das Gymnasium Burgdorf ist im schweizerischen Emmental verankert – einer Region mit lebendiger Kulturszene. Mit Swiss Connection begegnen sich Burgdorf und Gießen auf ungewöhnliche Weise. Die gekonnten Malereien der Leistungskurs-Schüler:innen verbinden Alltagsgegenstände mit künstlerischer Neugier und lassen die Gießkanne als Objekt voller Geschichte, Form und Ausdruckskraft neu erscheinen

Drei Miniaturmalereien von Schüler:innen

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Künstlerinnengespräch mit Anett Frontzek

Künstlerinnengespräch mit Anett Frontzek im Rahmen ihrer Ausstellung „Kartogratie eines dynamischen Gleichgewichts“ 

Foto der Künstlerin: Raffaele Horstman

Am: Sonntag, den 8. März 2026 um 11 Uhr (Finissage)
Ort:  Gießkannenmuseum, Sonnenstraße 3
Das Gespräch führt Prof. Dr. Kurt Wettengl (Kunsthistoriker)

In ihren künstlerischen Arbeiten untersucht Anett Frontzek urbane, architektonische, geologische oder soziologische Strukturen. In den letzten Jahren entstanden überwiegend Zeichnungen, Papierschnitte und Installationen, die sich mit dem lebensnotwendigen Element des Wassers auseinandersetzen. Dabei arbeitet die Künstlerin stets konzeptuell und ortsbezogen.
Ihre künstlerischen Transformationen fußen auf der Auseinandersetzung mit gegebener Welt, aber auch mit den Bildern, die wir Menschen uns von ihr machen. So sind amtliche Karten ein bevorzugtes Material, das ihren Arbeiten zugrunde liegt.
Im Gießkannenmuseum zeigt sie nun einen Abschnitt der Küstengewässer der Ostsee – genauer: das Areal zwischen Kiel und Kopenhagen. Sie transformiert Originalsportbootkarten, die eigentlich Seglern zur Orientierung dienen, zu Grafiken, die zeigen, was die Künstlerin interessiert und sichtbar machen möchte. Mit tiefschwarzer Schelllacktusche überzeichnet sie das Festland, hebt Naturschutzgebiete und Gefahrenstellen wie Sperrgebiete mit farbiger Tusche heraus und irritiert unseren Blick, der gelernt hat, Karten zu lesen.
So verweist ihr gestalteter Kartenraum „auf das fragile Verhältnis zwischen Schutz und Nutzung“ und macht „die Aushandlung zwischen natürlicher Dynamik und menschlichen Eingriffen“ sichtbar, so die Künstlerin. Anschließend setzt sie die überarbeiteten Einzelkarten, die manchmal in der Maßstäblichkeit variieren, überlappend auf der Wand zusammen. Es entsteht eine vor der Vertikalen schwebende Installation, die Weißräume betont und landschaftlich anmutet.

Anett Frontzek studierte Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und sind in öffentlichen Sammlungen in Europa wie den USA vertreten. Die Künstlerin wurde mit zahlreihen Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds und einer Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW. Die Künstlerin lebt und arbeitet im Künstlerhaus Dortmund; sie ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Prof. Dr. Kurt Wettengl (Kunsthistoriker) ist als Kurator, Autor und Lehrender tätig. Er war Leiter des Museums Ostwall im Dortmunder U und lehrte an der dortigen Universität Kunstgeschichte. Er lebt in Frankfurt a. M.
Für Anett Frontzeks Katalog „Ein Meer von Bergen“ (2015) hat er einen Katalogbetrag geschrieben und nimmt nun den Dialogfaden im Rahmen des Künstlerinnengesprächs wieder auf.

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Historische Kinderfotos mit Gießkanne gesucht

Historische Kinderfotos mit Gießkanne gesucht

Theresa, 1979 geboren, im Garten ihrer Oma

Schon seit 15 Jahre existiert nun ein spezielles Museum für materielle Alltagskultur in Gießen: das GiKaMu. Seit Beginn überrascht es Besucher:innen immer wieder aufs Neue mit seiner ungewöhnlichen und stetig anwachsemden Sammlung.

In diesem Jahr bietet das partizipative Museum aufgrund seines Jubiläums ein besonderes Jahresprogramm und möchte zu Beginn der Aktivitäten mit einem Aufruf starten. Und zwar sammelt das Museum gezielt Zweidimensionales zum Sammlungsthema: Gießkannenfotografien. Das Team des Museums bittet Gießner:innen und Menschen aus dem Umland, in privaten Fotoalben, Kästchen und Schubladen nach Kinderbildern mit Gießkanne zu suchen.

Gießkannen gehören zu den beliebtesten Spielzeugen in der Kindheit. Das ist eine Konstante, seit es Gießkannen für die Kleinen gibt.
Und so existieren zahlreiche historische Fotografien aus dem Privatbereich, die Kinder mit zeittypischen Gießgefäßen zeigen. Manche wurden eigens im Fotostudio aufgenommen, andere sind Schnappschüsse aus dem Sandkasten oder dem heimischen Garten.
Einige Aufnahmen aus den 30er, 50er und 70er Jahren besitzen wir bereits – gerne möchten wir weitere Fotoschätze heben. Diese sollen anschließend in den Sommermonaten in einer Ausstellung im Gießkannenmuseum präsentiert werden.

Wer eine Fotografie beisteuern möchte, kann sie gerne im Museum zu den Öffnungszeiten (als Original oder Abzug) abgeben oder uns zusenden (Gießkannenmuseum, Sonnenstraße 3, 35390 Gießen). Zudem freuen wir uns über ein paar knappe Angaben zur Abbildung – wie z. B. wer abgebildet ist und wann die Fotografie wo aufgenommen wurde.

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Jubiläumsprogramm

Jubiläumsprogramm – 15 Jahre GiKaMu

Hier die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2026 zusammengefasst:

Im FEBRUAR startet der Aufruf  „Meine Gießkanne und ich“.
Wir sammeln historische Kinderfotos mit Gießkanne von privat, die im Sommer in einer Ausstellung präsentiert werden.

8. März, 11 Uhr    Künstlerinnengespräch mit Anett Frontzek
und Prof. Dr. Kurt Wettengl in der aktuellen Ausstellung „Kartografie eines dynamischen Gleichgewichts“ in der Reihe FREIFLÄCHE

19. März, 18 Uhr   „Swiss Connection“
Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Schüler:innen des Gymnasiums Burgdof (CH)

16. Mai, 12-19 Uhr    Gießener Kulturnacht
Verlängerte Öffnungszeiten

17. Mai, 10-18 Uhr    Internationaler Museumstag
11 Uhr Führung + über den Tag kreatives Kinderprogramm

2. Juni, 18 Uhr    „Wässernd“
Gestaltete Objekte der Metallbildner*innen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau

Ausstellung in der Reihe „SCHNITTSTELLEN“ / Kooperationen

7. Juni, 14-20 Uhr   „#1 Gießkannen gehen unter die Haut“
Ein Tattoohappening im Gießkannenmuseum mit Tillmann Schorstein
im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen

12. Juni, 19 Uhr   Gemeinsame Feier zum 15. Geburtstag mit der Galerie23
Zwei Institutionen, zwei Geburtstage, eine Feier

4. Juli, 12 -16 Uhr   Aktion zum „Tag der Gießkanne“
Stadtbäume im Fokus

23. Juli, 18 Uhr „Meine Gießkanne und ich“
Ausstellungseröffnung mit den gesammelten Kinderfotos

13. Sept., 14-20 Uhr    „#2 Gießkannen gehen unter die Haut“
Ein Tattoohappening im Gießkannenmuseum mit Tillmann Schorstein
im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen

18. Oktober, 11 Uhr    „fünfzehn I fünfzehn“
Kuratierte Jubiläumskunstausstellung in der Reihe FREIFLÄCHE
mit 15 regionalen wie internationalen Künstler:innnen:

Max Brück (Gießen/Offenbach), Roland Gätzschmann (Köln), Peter Gysi (Burgdorf, CH), Sabine Hartung (Flörsbachtal), Myriam Holme (Mannheim), Monika Linhard (Frankfurt a. M.), Paula Müller (Berlin), Katja von Puttkamer (Ingelheim), Ursula Reinard (Gießen), Julia Roppel (Frankfurt a. M.), Martin Schepers (Gießen/Berlin), Ernst Stark (Paris), Caroline Streck (Gießen/Köln), Andreas Walther (Gießen/Köln/Taipeh), Ina Weise (Dresden)

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Neujahrsempfang

Neujahrsempfang im Gießkannenmuseum

Am 11. Januar lädt der Freundeskreis Gießkannenmuseum Gießen e. V. sehr herzlich zum Neujahrsempfang ins GiKaMu ein.
Ab 11 Uhr stoßen wir gemeinsam auf das noch junge Jahr und die bevorstehenden Veranstaltungen an – denn das Jahr 2026 wird ein ereignisreiches werden!

Tatsächlich begeht das partizipative Museum, das Gießkannen und deren Herkunftsgeschichten sammelt, in diesem Jahr schon seinen 15. Geburtstag. 
Dieses Jubiläum gilt es mit spannenden Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen zu feiern. Am kommenden Sonntag geben wir einen ersten Ausblick auf das Jubiläumsjahr und eröffnen erneut die Gelegenheit, die aktuelle Kunstausstellung von Anett Frontzek im Rahmen der FREIFLÄCHE mit Muße und im Austausch zu besuchen. Gerne möchten wir sowohl mit Museumsfans als auch mit Erstbesucher:innen den Beginn des GiKaMu-Jubiläumsjahrs feiern!

Aus diesem Anlass verschenken wir zudem erneut unsere Logo-Jubiläumskanne, die die Bonner Firma Kautex exklusiv für uns hergestellt und gesponsert hat. Außerdem verlosen wir unter den Gästen wertige Präsente, wie Kataloge der Künstlerin Anett Frontzek.

Also gleich ein Bündel Gründe, im Gießkannenmuseum vorbeizuschauen!

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Vom 25.12.25 bis 6.01.26 machen wir Winterpause

Zwischen den Jahren hat das GiKaMu geschlossen

Liebe Freund:innen des Museums,
über die Feiertage und zwischen den Jahren machen wir Pause und das Gießkannenmuseum bleibt geschlossen!
Ab dem 7. Januar sind wir wieder zu unseren Öffnungszeiten für alle Kannenfans da.

Wir wünschen Euch und Ihnen entspannte Weihnachten
und einen gesunden und frischen Start ins Neue Jahr!

Herzlich, das Team des GiKaMu

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Wegen Großdemo geschlossen

Am DEMO-SAMSTAG bleibt das GiKaMu geschlossen

Am Wochenende wehrt sich Gießen gegen die Neugründung der AfD-Jugendorganisation. Wir rufen gemeinsam: Gießen bleibt bunt!
Aufgrund der Großdemo bleibt das Gießkannenmuseum an diesem Tag geschlossen, wird aber Haltung zeigen.

Wir setzen auf friedlichen, aber breiten Widerstand!

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„Deutschland gießt“

Dritte Online-Konferenz zur bundesweiten Vernetzung
„Deutschland gießt gemeinsam Stadtbäume“

Donnerstag, den 27. November von 16 bis 19 Uhr

Mehr heiße Tage, längere Trockenperioden und Starkregen von dem verdichtete Baumscheiben nur wenig profitieren. Unsere Stadtbäume sind in ganz Deutschland extremen Bedingungen ausgesetzt. Die Dringlichkeit der Klimaanpassung ist nicht mehr zu übersehen.
In vielen Kommunen sind in den vergangenen Jahren kreative, zukunftsorientierte Lösungen und Handlungsmöglichkeiten für den Erhalt des Stadtgrüns entstanden – aus der Engagementlandschaft heraus ebenso wie durch erfolgreiche koproduktive Zusammenarbeit von Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft.

Um dieses Wissen sichtbar zu machen und zugänglich zu teilen, hat das Team von LEIPZIG GIESST, getragen von der Stiftung „Ecken wecken“, eine Plattform aufgebaut, auf der Teil-nehmende ihre Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen können. Im November 2024 fand die Auftaktveranstaltung für das Netzwerk „DEUTSCHLAND GIESST“ statt, bei der hauptamtliche Akteur:innen und Engagierte erstmalig deutschlandweit miteinander vernetzt wurden.
Im März 2025 kamen rund 60 Menschen aus unterschiedlichen Städten zu einer Hybrid-Konferenz in Leipzig zusammen, aus der sich eine Arbeitsgruppe zur Planung der dritten Konferenz gründete. Nun lädt das Netzwerk in dieser Woche zur dritten Konferenz im Online-Format ein, um erneut wertvollen Wissenstransfer und Vernetzung zu ermöglichen. Mit dabei sind viele bekannte Akteure, wie Dresden gießt, das Gießkannenmuseum Gießen, Pirna 800, die Gießkannenheld:innen, Zukunftsinitiative KLIMA.WERK und Leipzig gießt sowie auch neue Gesichter, die das Netzwerk weiter bereichern.

Die Konferenz wird durchgeführt mit der Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Das Programm lässt reichlich Inspiration tanken: Mit kreativer Live-Schalte aus dem Gießkannenmuseum Gießen

Die Konferenz findet am 27.11.2025 von 16 bis 19 Uhr online statt. Teilnehmende aus Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erwartet erneut ein vielfältiges Programm: Kreative Praxisbeispiele zu Wassertanks und Gießlogistik im öffentlichen Raum, Strategien für den Start von Gießprojekten und die Einbindung von Freiwilligen, Impulse zur digitalen Infrastruktur für Stadtgrün und vieles mehr eröffnen Raum für lebendigen, fachlichen Austausch – und geben Rückenwind für konkretes Handeln vor Ort.

Stefanie Adamitz (Projektmanagement) von LEIPZIG GIESST merkt an:
„Es ist für alle etwas dabei – für die engagierte Gießerin ebenso wie für den Sachbearbeiter im Grünflächenamt. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Wissenstransfer und gemeinsames Handeln, um deutschlandweit Menschen zusammenzubringen, die sich für den Erhalt unserer Stadtbäume engagieren. Denn gemeinsam lassen sich Veränderungen am besten anstoßen – und es fühlt sich auch besser an.“

Langweilig wird es bei unserem Online-Format dabei nicht: Gleich zu Beginn gibt es eine Live-Schalte aus dem Gießkannenmuseum in Gießen, die mit einem kreativen Format den Startschuss für den dritten bundesweiten Austausch setzt. 

Alle Infos zum Programm sowie zur Anmeldung sind auf folgender Seite zu finden: 
https://stiftung-ecken-wecken.de/projekte/leipzig-giesst/deutschland-giesst


Screenshots von der Konferenz; Danke an:  Raphaela Krumhard / LEIPZIG GIESST

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Anett Frontzek bespielt die FREIFLÄCHE

Hiermit möchten wir Sie herzlich zur Ausstellung

Anett Frontzek
KARTOGRAFIE EINES DYNAMISCHEN GLEICHGEWICHTS

im Rahmen der Reihe FREIFLÄCHE ins Gießkannenmuseum Gießen einladen.

Eröffnung:  Sonntag, den 16. November um 11 Uhr
Einführung: Ingke Günther

Ein Gespräch mit der Künstlerin und dem Kunsthistoriker Kurt Wettengl findet zur Finissage
am 8. März 2026 um 11 Uhr im GiKaMu statt.

Anett Frontzek im Gießkannenmuseum

Foto der Künstlerin: Raffaele Horstman

Ausstellungsdauer: 17. November 2025 bis 8. März 2026
Öffnungszeiten: MI 10 –14 Uhr, DO + FR 15 – 18 Uhr, SA 12 – 16 Uhr u. n. V.


Kartografie eines dynamischen Gleichgewichts

In ihren künstlerischen Arbeiten untersucht Anett Frontzek urbane, architektonische, geologische oder
soziologische Strukturen. Ursprünglich von der Plastik kommend entstehen in den letzten Jahren überwiegend Zeichnungen, Papierschnitte und Installationen. Dabei arbeitet die Künstlerin stets konzeptuell und ortsbezogen. Ihren künstlerischen Projekten gehen immer aufwendige Recherchen voraus und sie nutzt wiederholt Aufenthaltsstipendien, um sich mit Orten und Themen intensiv auseinanderzusetzen. Ihre künstlerischen Transformationen fußen somit auf der Auseinandersetzung mit gegebener Welt, aber auch mit den Bildern, die wir Menschen uns von ihr machen. Ein bevorzugtes Material ist dabei seit über 20 Jahren das von amtlichen Karten. Und ähnlich lang zieht sich eine Auseinandersetzung durch Anett Frontzeks Werk: die mit dem lebensnotwendigen Element „Wasser“. So verwundert es nicht, dass es vor allem Seekarten sind, denen sie sich überarbeitend widmet.

Im Gießkannenmuseum zeigt sie nun einen Abschnitt der Küstengewässer der Ostsee – genauer: das Areal zwischen Kiel und Kopenhagen. Ihr Material hier sind Originalsportbootkarten, die sie mit
einem Eingriff versieht, der gleichermaßen einfach wie aufwendig ist. Auf jeden Fall verändert er
unsere Wahrnehmung, denn mit ihrer Überarbeitung löscht sie alles aus, was Landmasse ist.
Mit tiefschwarzer Schelllacktusche überzeichnet sie das Festland, hebt somit die Wasserflächen hervor und irritiert damit unseren Blick, der gelernt hat, Karten zu lesen. Das Wasser steht nun im Mittelpunkt der Betrachtung und in diesen Arealen der Ostsee ist es tatsächlich von einer besonderen Dynamik
betroffen, denn das salzhaltige Gewässer der Nordsee trifft hier auf das mildere der Ostsee.

Karten versammeln auf komplexe Weise Wissen, das sich der Mensch angeeignet hat, um sich zu verorten. Dieses, im grafischen Gefüge der Karten enthaltene, aber nicht immer leicht dechiffrierbare Wissen, macht die Künstlerin sichtbar. In der Arbeit, die für das Gießkannenmuseum entstanden ist, sind es Naturschutzgebiete (grün) und Gefahrenstellen wie Sperrgebiete (pink), die die Künstlerin mit farbiger Tusche heraushebt. So verweist ihr gestalteter Kartenraum „auf das fragile Verhältnis zwischen Schutz und Nutzung“ und macht „die Aushandlung zwischen natürlicher Dynamik und menschlichen Eingriffen“ sichtbar, so beschreibt es die Künstlerin.
Anschließend setzt sie die überarbeiteten Einzelkarten, die manchmal in der Maßstäblichkeit variieren, überlappend auf der Wand zusammen. Es entsteht eine vor der Vertikalen schwebende Installation, die Weißräume betont und auch formal landschaftlich anmutet. Nicht unbedingt alle bearbeiteten Karten kamen hier zum Einsatz, denn die Entscheidung, wieviel von einem Areal gezeigt wird, trifft die Künstlerin stets vor Ort und ist abhängig von der Dimension der Wand.

Anett Frontzek studierte Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Sie wurde mit zahlreihen Stipendien ausgezeichnet und ihre Arbeiten sind in öffentlichen Sammlungen in Europa wie den USA vertreten. Zudem bringt sie ihre künstlerische Expertise auch als Mentorin ein, bislang im Kunstmentorat NRW und im Programm Mentoring KUNST, Mecklenburg-Vorpommern. Ihre rege internationale Ausstellungstätigkeit kann der ausgelegten Vita entnommen werden.
Die Künstlerin lebt und arbeitet im Künstlerhaus Dortmund und ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

 

„Areale zwischen Kiel und Kopenhagen“, 2025
Originalsportbootkarten, mit Tusche überarbeitet

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Jubiläumsgeschenk und Feierlichkeiten

Ein Jubiläumsgeschenk: Eine individuelle Gießkanne für das GiKaMu!

Bonner Firma Kautex produziert nachhaltige Kannen für die Öffentlichkeitsarbeit des Gießkannenmuseums

Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum des FREUNDESKREISES GIESSKANNENMUSEUM e. V. können wir freudig kundtun:
Es gibt nun eine handliche und farbenfrohe Gießkanne, die unser Logo trägt! Und noch dazu wurde sie nachhaltig aus recyceltem Plastik produziert.
In drei Farben ist das 1-Liter-Kännchen nun – solange der Vorrat reicht – gegen Spende bei uns im GiKaMu zu bekommen! Produziert wurden die Kannen von der Firma Kautex – und zu dieser für uns außerordentlich erfreulichen Kooperation gibt es folgende Hintergrundgeschichte:

Vor einiger Zeit bekam das Team des GiKaMu eine überraschende Mail aus Bonn. Dort hatte die Firma Kautex Maschinenbau ein Azubiprojekt umgesetzt, in dessen Rahmen die Produktion von Gießkannen stand. Diese erfolgte im Blasformprozess aus gebrauchten Kunststoffen. „Innerhalb des Projektes war es unser Anspruch aufzuzeigen, dass auch Materialien mit einer langen Vorgeschichte weiterhin einen Wert haben und für die Fertigung von hochqualitativen Produkten eingesetzt werden können. Wir wollten unseren Kunden zeigen, dass sich die richtigen Recyclate in schon bestehende Prozesse integrieren lassen. Und auch wenn eine Gießkanne auf den ersten Blick kaum wie ein komplexes Produkt erscheint, so mussten wir doch Herausforderungen wie Oberflächenqualität, Geruch, Blasenbildung und Prozessstabilität begegnen – die beispielhaft für alle Produkte aus gebrauchtem Kunststoff sind.“  Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes stieß man zufällig, aber begeistert auf das GiKaMu und fragte dort an, ob diese Geschichte, bzw. ihre gießtauglichen Ergebnisse nicht ein Fall für das Kannenmuseum seien.

Das waren sie ganz ohne Zweifel!

Aus diesem erfreulichen Erstkontakt entspannte sich die Idee, eine Gießkanne exklusiv für das GiKaMu zu produzieren. Und nun ist es so weit: Wir haben ab jetzt eine poppige Kanne mit unserem Logo im Angebot, die unseren Shop um ein besonderes Gieß(en)-Souvenir bereichert.

Am 30. Oktober 2025 laden wir alle Freund:innen des GiKaMu sehr herzlich in unsere Räumlichkeiten in die Sonnenstraße 3 ein.

Um 19 Uhr feiert der FREUNDESKREIS  dort sein 10jähriges Bestehen. In diesem Rahmen findet nicht nur eine kleine Führung statt – an diesem Tag erhält jeder Gast eine der brandneuen Gießkannen als Geschenk.

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Jubiläumsfeier Freundeskreis GiKaMu

Hiermit laden wir Sie und Euch ganz herzlich zur 
Kleinen Jubiläumsfeier des Freundeskreises Gießkannenmuseum e. V. ein!

Am 30. Oktober möchten wir um 19 Uhr auf das 10jährige Bestehen des Vereins anstoßen, der seit seiner Gründung 2015 maßgeblich dazu beiträgt, dass sich das kleine Spezialmuseum in Gießen weiterentwickeln kann.

Da in diesem Jahr unser beliebter Gießkannenkalender für 2026 schon zeitig vorliegt, wird er Grundlage für eine Führung bieten, die diesem Abend einen munteren Rahmen geben wird.

Wer sich am 30.10. entschließt, Neumitglied zu werden, erhält den aktuellen Kalender zudem als Willkommenspräsent.
Ein Grund also, haufenweise Freund:innen anzuschleppen! 

Wir freuen uns auf alle, die mit uns feiern möchten.

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Der Gießkannenkalender 2026 liegt vor

Hurra: Der Gießkannenkalender 2026 liegt vor!

Alle Freund:innen des Gießkannenmuseums werden es kaum erwarten können: Auch 2026 ist glücklicherweise wieder ein Jahr, das vom Kalender unseres lebendigen Spezialmuseums begleitet wird. Und so erhalten ausgewählte Exponate aus unserer Sammlung erneut einen bildstarken Auftritt, und wir berichten freudig, was sich hinter den versammelten Gießgefäßen für spannende Geschichten verbergen.

Da die Spendenbereitschaft nicht nachlassen will und immer wieder erstaunliche Objekte mit Tülle und Brause bei uns eingereicht werden, haben wir diesmal einige spannende Neuzugänge aus dem vergangenen Jahr zusammengetragen und miteinander in Beziehung gesetzt. Monat für Monat sind sie nun zu entdecken – die Gießkannen für drinnen und draußen, zum Spielen und zur Dekoration. Darunter tummeln sich wuchtige Keramikkannen, Ausgefallenes in Metall, ein Kannenauto, engelhafte Gießgestalten, eine Discokanne und vieles Überraschendes mehr.

Wie gewohnt wurde der Kalender vom Museumsteam konzipiert und von der Grafikerin Isa Balzer gestaltet. Zum zweiten Mal wurde er vom Druckhaus Bechstein in Wetzlar in hervorragender Qualität gedruckt. Vom Freundeskreis des Museums herausgegeben und als Wandkalender (30 x 30 cm) angelegt, geleitet der Monatsplaner durch das kommende Gartenjahr.

Ab sofort ist unser Kalender im Museum in der Sonnenstraße oder in der Tourist-Info für 18.- € zu erwerben. Wer sich zum Kauf von 5 Exemplaren entschließt, zahlt reduzierte 80.- €. Wer gleich 10 Stück zum Verschenken erwerben möchte, erhält sie zum Preis von 150.- €. Bestellungen, die gegen Rechnung versendet werden sollen, nehmen wir gerne per Mail entgegen.

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Öffentliche Führung am 23. August

Öffentliche Führung im GiKaMu

am 23. August um 15 Uhr in der Sonnenstraße 3 in Gießen

Am Samstag, den 23. August, findet wieder eine öffentliche und kostenfreie Führung durch die Bestände des Gießkannenmuseum statt. Wie gewohnt starten wir um 15 Uhr und geben in ca. 45 Minuten Einblicke in unsere besondere Sammlung, die Alltagsgießkannen für drinnen und draußen, Kuriositäten, Promikannen und Antiquitäten vereint. Zu entdecken ist unter anderem eine Discokanne, ein Gießvogel, den die queere Ikone Rosa von Praunheim gespendet hat oder die gehäkelte Gießkanne einer Künstlerin, die sich als Textilbildhauerin versteht.
In der Sonnenstraße treffen Gießkannen mit Migrationshintergrund auf Bewässerungsgefäße von Schwiegermüttern, oder alte Freilandkannen auf Indoor-Kännchen aus der ehemaligen DDR. Diese und andere Gießgefäße werden im Rahmen unserer kurzweiligen Führung vorgestellt und die Geschichten hinter den Kannen erzählt, die bei der Abgabe der Objekte von den Spender:innen mitgeliefert wurden.

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Tag der Gießkanne

„Tag der Gießkanne“ jetzt deutschlandweit ein Aktionstag

Am 4. Juli sind Stadtbäume nun im Fokus zahlreicher Initiativen

In Gießen wird der 4. Juli seit 2015 regelmäßig mit einer Aktion zum „Tag der Gießkanne“ begangen. Bei sengenden Temperaturen rief die damalige Gießener Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich gemeinsam mit dem Team des Gießkannenmuseums erstmalig dazu auf, an diesem Sommertag dem unentbehrlichen, weil wasserspendenden Alltagsgegenstand zu huldigen.
Frech wurde damit ein Datum gekapert, an dem man andernorts den Unabhängigkeitstag feiert – in Gießen zelebriert man, dass man sich mit der Gießkanne unabhängig vom Regen macht. Zehn Jahre später stellen wir nun unser Motto in die Dienste von „DEUSCHLAND GIESST“ und möchten uns mit anderen Initiativen bundesweit für Stadtbäume einsetzen.

Gemeinsam für unsere Stadtbäume!
Bäume sind wahre Klimaschützer: Sie produzieren Sauerstoff, reinigen unsere Luft und sorgen für angenehme Temperaturen in der Stadt. Doch immer häufiger leiden sie unter den Folgen des Klimawandels – wie Hitze, Dürre und Starkregen. Damit unsere Stadtbäume auch in trockenen Zeiten vital bleiben, setzt die Initiative „Deutschland gießt“ auf bürgerschaftliches Engagement. Am 4. Juli 2025 wird es deshalb nass: Zum ersten Mal findet der bundesweite „Tag der Gießkanne“ statt! Die Mitmach-Aktion ruft Menschen in ganz Deutschland dazu auf, gemeinsam Stadtbäume zu gießen und sich digital zu vernetzen. Zeig, dass Du dabei bist – und hilf mit, unsere grünen Stadtbewohner zu schützen.

Mitmachen ist einfach!
Mitmachen ist ganz einfach: Am 4. Juli 2025 gilt es, einen oder mehrere Stadtbäume zu gießen – ob mit Gießkanne, Eimer oder Wasserwagen, alles zählt. Anschließend kann die Gießung unkompliziert auf der Website www.deutschlandgiesst.de/tagdergiesskanne eingetragen werden. Außerdem kann man live sehen, wer noch alles mit gießt. Wer möchte, kann zudem ein kurzes Video aufnehmen und so dabei helfen, eine symbolische Gießkanne virtuell durch ganz Deutschland wandern zu lassen. Wie das geht und weitere Information gibt es auch hier: www.deutschlandgiesst.de/tagdergiesskanne

Wir motivieren vor allem Kommunen, Quartiersmanagements, Nachbarschaftsgruppen, Schulen und ähnliche Akteure dazu, am „Tag der Gießkanne“ eine Gießaktion zu planen!

DEUTSCHLAND GIESST
DEUTSCHLAND GIESST ist ein bundesweites Netzwerk von Gieß-Initiativen, Verwaltungen, Wissenschaft und engagierten Bürger:innen, dass sich für den Erhalt und die Pflege von Stadtbäumen einsetzt. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und kreative Lösungen für die Bewässerung des Stadtgrüns zu entwickeln. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im November 2024 fand im März 2025 die zweite große Konferenz in Leipzig statt – organisiert vom Projekt LEIPZIG GIESST. Dort wurde die Idee geboren, den „Tag der Gießkanne“ künftig deutschlandweit umzusetzen. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe plante den Aktionstag, der nun zum ersten Mal deutschlandweit stattfindet. Im Herbst 2025 folgt die nächste bundesweite Online-Konferenz des Netzwerks, bei der die Gießsaison ausgewertet und neue Impulse für das kommende Jahr gesetzt werden. Alle Infos hier: www.deutschlandgiesst.de

Gießen gießt
Bislang gibt es in Gießen zwar ein Gießkannenmuseum, aber noch kein aktives Bündnis an Gießwilligen, die sich für Stadtbäume einsetzen. In diesem Jahr soll jedoch der Anstoß dazu gegeben werden, eine Initiative zu gründen, die dies Schritt für Schritt, aber nachhaltig tut.

Hast Du Lust in Gießen aktiv daran teilzunehmen?
Dann komm am 4. Juli im Gießkannenmuseum (Sonnenstraße 3) vorbei!
Dort begehen wir um 18 Uhr den „Tag der Gießkanne“
und freuen uns über alle, die sich künftig mit uns für Stadtbäume engagieren wollen.

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Museumstag 2025

Foto: Mareen Mayer

Museumstag 2025

Auch den kommenden Internationalen Museumstag, am18. Mai möchten wir wieder nutzen, um mit großen wie kleinen Besucher:innen tief in unsere Bestände einzutauchen.

Gleich zu Beginn bieten wir um 11 Uhr eine Führung an, die Neuzugänge wie Stars der Sammlung ins Zentrum setzt.
Anschließend verwandelt sich das Museum ab 12 Uhr in ein Zeichenatelier für alle, die Spaß daran haben, sich mit unseren Exponaten auseinanderzusetzen. Genau hinschauen oder eine eigene Gießkannenwelt fantasieren – im GiKaMu wird Kannenkunst großgeschrieben.

Den Museumstag feiern wir mit der großen Gemeinschaft der Museen weltweit.  Und auch in Gießen wird viel geboten, wie unser gemeinsames Programm zeigt.

Auf einen Tag voller Entdeckungen und Begegnungen.
Schaut vorbei in der Sonnenstraße 3!

Zum Programm:  https://giesskannenmuseum.de/wp-content/uploads/2025/05/IMT-2025-Web.pdf

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Führung im GiKaMu am 1. Mai

Führung im GiKaMu am 1. Mai

Am 1. Mai hat das Gießkannenmuseum zu den üblichen Zeiten geöffnet. Von 15 bis 18 Uhr sind wir für Euch da und unsere umfangreiche Sammlung kann besucht werden.

Direkt zu Beginn um 15 Uhr startet eine Führung und gibt in ca. 45 Minuten Einblicke in die Bestände, die Alltagsgießkannen, Kuriositäten, Promikannen und Antiquitäten vereinen. Zu entdecken ist unter anderem eine Freilandkanne, die in Diensten des Bundespräsidialamtes in Berlin gewesen ist oder eine, die aus dem späten 18. Jahrhundert stammt und schon einmal einen Fernsehauftritt absolviert hat.
In der Sonnenstraße treffen Gießkannen mit Migrationshintergrund auf Bewässerungsgefäße aus dem Kunstkontext und selbstgebaute Unikate erstaunen nicht weniger als Schwiegermutterkannen oder Kännchen aus der ehemaligen DDR. Diese und andere Gießgefäße werden im Rahmen unserer kurzweiligen Führung vorgestellt und die Geschichten hinter den Kannen erzählt, die bei der Abgabe der Objekte von den Spender:innen mitgeliefert wurden.

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Szenische Lesung von Saša Stanišić in Gießen

Szenische Lesung von Saša Stanišić in Gießen

Zeit: 7. Mai 2025 um 19 Uhr
Ort: Aula der Universität

Wir freuen uns außerordentlich auf die Lesung von Saša Stanišić, die am 7 Mai in der Aula der Justus-Liebig-Universität stattfinden wird.
Der vielfach preisgekrönte bosnisch-deutsche Autor von Kriegs-, Migrations- und Kinderliteratur wird aus seinem jüngsten Buch lesen.

Es trägt den besonderen Titel:
Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“.

„Was wäre, wenn man nicht diese eine Entscheidung getroffen hätte, sondern jene andere? Was wäre, hätte man der Erwartung getrotzt? Und dann ist da trotzdem die Furcht, feige gewesen zu sein, zu lange gezögert und etwas verpasst zu haben, ein besseres Ich, ein größeres Glück, die lustigeren Haustiere und Partner. Saša Stanišić führt uns an Orte, an denen das auf einmal möglich ist: den schwierigeren Weg zu gehen, eine unübliche Wahl zu treffen oder die eine gute Lüge auszusprechen. So wie die Reinigungskraft, die beschließt, mit einer Bürste aus Ziegenhaar in der Hand, endlich auch das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. So wie der Justiziar, der bereit ist zu betrügen, um endlich gegen seinen achtjährigen Sohn im Memory zu gewinnen. Und so wie der deutsch-bosnische Schriftsteller, der zum ersten Mal nach Helgoland reist, nur um dort festzustellen, dass er schon einmal auf Helgoland gewesen ist. Am besten wäre ja, man könnte ein Leben probeweise erfahren, bevor man es wirklich lebt.“ Soviel verrät der Klappentext.

Die Lesung wird gemeinsam vom Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo),
dem Literarischen Zentrum Gießen (LZG)
und dem Gießkannenmuseum veranstaltet.

Noch sind einige Restkarten direkt bei uns im GiKaMu zu bekommen.

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Veranstaltungen im Frühjahr

Veranstaltungen im Frühjahr 2025

Das Frühjahr ist die Jahreszeit im Gießkannenmuseum, die die meisten Besucher:innen ins Museum lockt. Der Mai bietet zudem an drei Tagen spannende Veranstaltungen rund um die Gießkanne. Achtung: Für die Lesung läuft bereits der Vorverkauf!

1.  Mai: Geöffnet von 15 bis 18 Uhr,
F
ührung durch die Bestände um 15 Uhr (kostenfrei)

7. Mai: Lesung von Saša Stanišić um 19 Uhr 
in der Aula der Justus-Liebig-Universität; der preisgekrönte Autor liest aus seinem Buch
„Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“
(Karten 12.- € / 6.- € für Studierende)

18. Mai: Internationaler Museumstag, geöffnet von 11 bis 18 Uhr (Eintritt frei)
Auch diesen Museumstag möchten wir wieder nutzen, um mit großen wie kleinen Besucher:innen tief in unsere Bestände einzutauchen. Gleich zu Beginn bieten wir um 11 Uhr eine Führung an, die Neuzugänge wie Stars der Sammlung ins Zentrum setzt. Anschließend verwandelt sich das Museum ab 12 Uhr in ein Zeichenatelier für alle, die Spaß daran haben, sich mit unseren Exponaten auseinanderzusetzen. Genau hinschauen oder eine eigene Gießkannenwelt fantasieren – im GiKaMu wird Kannenkunst großgeschrieben.

 

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Gartenradio aus Köln im GiKaMu

Gartenradio im GiKaMu

Vor einigen Wochen war Heike Sicconi vom Gartenradio aus Köln im Gießkannenmuseum. Sie hat sich sehr viel Zeit genommen, genau geschaut und präzise gefragt. Nun ist ihr amüsanter, sehr gelungener wie umfassender Beitrag online:  https://gartenradio.fm/11-sendungen/632-giesskannen

Was für eine feine Werbung für das jüngste der Gießener Museen – da schlagen die Herzen aller Kannenfreun:innen höher!

Hört rein, habt Freude und kommt anschließend in der Sonnenstraße vorbei…

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Öffentliche Führung

Öffentliche Führung

Am Samstag, den 22. Februar um 15 Uhr in der Sonnenstraße 3

Lohnt sich eine Führung in diesem kleinen Museum überhaupt? Und ob! Denn die Sammlung des Gießkannenmuseum wächst stetig durch Kannenspenden und die spannenden Geschichten, die hinter diesen Objekten stehen. Wer im Dezember 2024 im Museum war, findet es heute schon wieder verändert vor.
Zu entdecken ist unter anderem eine Freilandkanne, die einmal in Diensten des Bundespräsidialamtes in Berlin gewesen ist oder eine, die mit zwei Brauseköpfen gleichzeitig wässern könnte. Gießkannen mit Migrationshintergrund treffen auf Kannen aus dem Kunstkontext. Selbstgebaute Unikate erstaunen nicht weniger als edle Schwiegermutterkannen oder Kinderkännchen aus den 50er Jahren.
Diese und andere Gießgefäße werden im Rahmen unserer kurzweiligen Führung vorgestellt und die erstaunlichen Geschichten hinter den Objekten erzählt.

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Künstleringespräch mit Jeannette Schnüttgen

Künstleringespräch mit Jeannette Schnüttgen

Hiermit laden wir Sie und Euch ganz herzlich
zum Gespräch mit der Künstlerin Jeannette Schnüttgen
im Rahmen ihrer Ausstellung FLIESSENDE HORIZONTE ins GiKaMu ein.
Das Gespräch findet am Mittwoch, den 12. Februar um 19 Uhr statt
und wird von Jennifer Cierlitza vom Kunstverein Siegen geführt.

Jeannette Schnüttgen arbeitet in den Bereichen Plastik, Installation und Grafik. In ihren raumgreifenden Installationen verbinden sich diese zu begehbaren Welten, die durch Projektionen und das Spiel mit Licht und Schatten atmosphärisch geprägt werden. Das Naturthema – der Wald, Pflanzenelemente und Wasser – aber auch die bebaute Umwelt werden von ihr in den verschiedenen Medien bearbeitet.
Im Gießkannenmuseum setzt sie mit „Fließende Horizonte“ eine Ausstellung um, die ihre aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit der Wasserthematik im öffentlichen Raum spiegelt. Die Künstlerin stellt sich in diesem Zusammenhang mittels Zeichnungen die Frage, wie und wo Wasser vor allem im städtischen Raum erlebbar wird. Zier- und Trinkbrunnen sowie Wasserspielplätze rücken dabei in ihren Fokus.

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Führung an Nikolaus

Öffentliche Führung zu den Kalenderkannen an Nikolaus

An Nikolaus findet um 17 Uhr die nächste öffentliche und kostenfreie Führung im GiKaMu statt.
Dann werden unsere Kalenderkannen im Vordergrund stehen und der Monatsplaner kann zum Nikolaus-Spezialpreis (15.- € statt 18.-€) mitgenommen werden. Seit Oktober ist klar: Der beliebte Kalender, der in den letzten zwei Jahren schmerzlich vermisst wurde, liegt endlich wieder vor. So wird für das Jahr 2025 ausgewählten Exponaten aus unserer Sammlung aufs Neue ein bild- und geschichtenstarker Auftritt beschert. Monat für Monat bekommen alle Freund:innen des Museums – und solche, die es werden sollten – Einblicke in unseren Gießkannenkosmos.

Auch dieses Mal sind echte Überraschungen, ausgefallene Kännchen und auch Gaben aus prominenter Herkunft dabei. Wer hat schon eine Gießkanne, die einmal in Diensten des Bundespräsidialamtes in Berlin gewesen ist? Diese und andere Gießgefäße werden im Mittelpunkt der kurzweiligen Führung stehen, die den Kalender zum Anlass nimmt, über Highlights unserer Bestände zu informieren.

Das Monatsbild des Kalenders 2025 im Januar

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Fließende Horizonte

Abbildung: o. T., 42 x 59,4 cm, Bleistift und Polychromos auf Papier, 2024

Fließende Horizonte

Jeannette Schnüttgen in der Reihe FREIFLÄCHE

Eröffnung: Sonntag, den 24. November um 11 Uhr

Jeannette Schnüttgen arbeitet in den Bereichen Plastik, Installation und Grafik. In ihren raumgreifenden Installationen verbinden sich diese zu begehbaren Welten, die durch Projektionen und das Spiel mit Licht und Schatten atmosphärisch geprägt werden. Das Naturthema – der Wald, Pflanzenelemente und Wasser – aber auch die bebaute Umwelt werden von ihr in den verschiedenen Medien bearbeitet.
Im Gießkannenmuseum wird sie nun mit Fließende Horizonte eine Ausstellung umsetzen, die ihre aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit der Wasserthematik im öffentlichen Raum spiegelt. Damit greift sie auch die Dringlichkeit der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte auf, bei der der Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser eine zentrale Rolle spielt. Die Künstlerin stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wo Wasser vor allem im städtischen Raum sicht- und erlebbar wird. Zier- und Trinkbrunnen sowie Wasserspielplätze rücken dabei in ihren Fokus und die Künstlerin reflektiert, wie diese auf ihre Umgebung einwirken.
Im GiKaMu wird Jeannette Schnüttgen einen auf Zeichnungen und Skizzen basierenden Einblick in den Stand ihrer künstlerischen Forschung geben. Die FREIFLÄCHE versteht sie dabei als prozesshaftes Tableau, auf dem sich Wandzeichnungen und Papierarbeiten in situ verbinden.

Jeannette Schnüttgen (*1978) studierte Bildende Kunst bei Prof. Bettina van Haaren an der Universität Dortmund sowie Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Jahr 2008 schloss sie dort mit dem Akademiebrief als Meisterschülerin von Prof. Martin Gostner ab. Als Studienrätin im Hochschuldienst ist sie aktuell am Gießener Institut für Kunstpädagogik in der didaktischen und künstlerischen Ausbildung der Studierenden tätig.

Am 12. Februar findet um 19 Uhr ein Künstlergespräch mit Jennifer Cierlitza (Kunstverein Siegen) statt.
Ausstellungsdauer: 25. November 2024 bis 28. Februar 2025

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