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DRI.M.253 „Schwiegermutter XXL No. 1“

Dieses Exponat ist Teil eines umfangreichen Nachlasses aus dem süddeutschen Raum, der 2019 an das GiKaMu ging. Gerhard Boettcher, besser bekannt als ICKE, war leidenschaftlicher Sammler und ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Ursprünglich aus Berlin stammend, verschlug es den gelernten Elektriker Anfang der 60er Jahre nach Schwaben, wo er lange in Öpfingen lebte und dort als passionierter Freizeitforscher, Flohmarktgänger und eben „Allessammler“ ortsbekannt war. In seinem an Dingen reichen Nachlass befanden sich auch Kisten voller Gießkannen, die den Weg von Schwaben ins Hessische fanden. Das umfangreiche Konvolut umfasst einige ganz besondere Stücke, die nun sukzessive inventarisiert werden.
Exemplare dieses Typus’ werden im GiKaMu liebevoll als „Schwiegermütterkannen“ bezeichnet – allerdings sind sie normalerweise wesentlich kleiner und dienten eher dazu, zierliche Usambaraveilchen zu gießen. Dieses Modell mit seinen 2 Litern Fassungsvermögen ist dagegen ein Koloss. Die Künstlermarke am Boden verweist darauf, dass diese hochglänzende Wuchtbrumme aus der Werkstatt von Eugen Zint stammt. Der Metallschmied war in den 50er/60er Jahren ein bekannter Kunsthandwerker. Kannen wie diese sind Sammlerstücke; aus dieser Manufaktur befinden sich noch mehrere im Stiftungskonvolut.

Kategorie

Stifter*in

ICKE alias Gerhard Boettcher, Öpfingen

Beschreibung

Kupfer, 2 Liter, runder Korpus, Oberfläche gehämmert, Henkel geschwungen und mit weißer Plastikummantelung, Marken am Boden: Modellnummer 32, Punze: Handarbeit, Künstlermarke: Zint, Grünspan am Kragen, leicht angelaufen, Gebrauchsspuren

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