DRI.P.244 „Trennungsschmerz“

Dieses außergewöhnliche Plastikmodell wurde von der Stifterin im Internet entdeckt und ersteigert, um sie dem GiKaMu zu spenden. Als die schlichte Schönheit schließlich im Eigenheim landete, konnte sich die Besitzerin erst nicht zu einer Spende entschließen, sah die Braunbeige nicht nur gut aus, sondern verfügte auch über einen eleganten Gießstrahl. So wurde sie zur Wässerung einer einzelnen Pflanze abgestellt: Einer Klivie, die vor dem ungestümen Verhalten der durch den Haushalt tobenden, kleinen Katze auf einen Schrank verbannt worden war.
Inzwischen ist das wilde Kätzchen leider verstorben, die Pflanze von Ihrem Hochsitz auf den Boden zurückgekehrt und der doppelte Trennungsschmerz inzwischen fast überwunden: Die Kanne weilt nun unter ihresgleichen im GiKaMu.
In einem Warenprospekt der Firma Max Richter / Vitri Plastik, die in Ober-Ramstadt ansässig war, wird dieses Modell mit der Jahreszahl 1965 geführt. Die sechseckige Kanne wurde alternativ auch in Schottenkaro- oder Bast-Optik produziert und für 4,90 DM veräußert. Vitri gehörte ab den 50er Jahren zu den führenden Herstellern von Haushaltsartikeln aus Plastik.

Kategorie

Stifter*in

anonym

Beschreibung

Plastik, 1 Liter, sechseckiger Korpus, beige und braun, Folie in Holzoptik auf beiden Seiten des Gefäßes, vorn abgewinkelte Tülle, ein dreieckiger Henkel, Schmutzanhaftungen, leicht vergilbt, gebraucht, Firma: Vitri, Modell 636/9a, 1965

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