Der Frühling kommt! Merkt Euch schon mal folgende Termine vor:
9. April: Sonntagsöffnung von 15 bis 18 Uhr Macht am Ostersonntag einen Ausflug ins GiKaMu!
22. April: Das MOBILE GIESSKANNENMUSEUM von 11 bis 18 Uhr zum FRÜHLINGSFEST auf dem Johannette-Lein-Platz in Kooperation mit Makerspace Gießen und dem gemeinnützigen Gartenverein INGE e. V.
30. April: MOBILES GIESSKANNENMUSEUM + das GIESSKANNEN-ENSEMBLE um Andreas Jamin zu Gast im Dortmund U im Rahmen der Ausstellungseröffnung von „Kunst -> Leben -> Kunst. Das Museum Ostwall gestern, heute, morgen“
1. Mai: SONDERÖFFNUNGSZEIT am Feiertagvon 15 bis 18 Uhr und kostenfreieÖFFENTLICHE FÜHRUNG um 15 Uhr
21. Mai: INTERNATIONALER MUSEUMSTAG Programm folgt in Kürze
Allen Freund:innen und Besucher:innen des Museums wünschen wir schöne und entspannte Weihnachtstage. Kommen Sie gut und gesund in das Neue Jahr, das uns allen viel Freude nach dem Gießkannenprinzip bringen möge: zielgenau!
Am Weihnachtswochenende haben wir noch geöffnet, zwischen den Jahren machen wir Winterferien und sind dann wieder in der 2. KW zu den Öffnungszeiten für Sie da!
Wer Gefallen am Motiv oben findet, kann es als Weihnachtskarte in unserem Museumsshop erwerben!
Eröffnung: Sonntag, den 6. November um 11 Uhr Einführung: Jörg Wagner Künstlergespräch: 25. Februar 2023 um 15 Uhr
Ausstellungsdauer: 6.11.2022 bis 25.02.2023 Ort: Gießkannenmuseum Sonnenstraße 3, 35390 Gießen
Felix Dobbert (*1975) studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und schloss ein Studium für Kommunikationsdesign und künstlerische Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Jörg Sasse an. In Gießen ist er kein Unbekannter, denn von 2016 bis 2018 hatte er am hiesigen Institut für Kunstpädagogik die Gastprofessur im Bereich der künstlerischen Fotografie inne. In Dortmund leitet er seit 2018 den Bereich der Fotografie am Institut für Kunst und Kunstwissenschaft an der Fakultät Kunst der TU. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Im Zentrum der künstlerischen Fotografie von Felix Dobbert steht das Stillleben und in den letzten Jahren die Blume als bevorzugtes Bildmotiv. Dabei setzt er sich nicht nur mit spezifischen Objekten aus unserer dinglichen Welt auseinander, sondern macht die Möglichkeiten des Mediums Fotografie selbst mit zum Bildthema. Waren seine frühen Serien im Studio entwickelte Versuchsanordnungen, die unter dezidierter Lichtregie auf kleinen Bildbühnen präzise komponiert wurden, gibt er in den Werkserien der letzten Jahre Teile seiner gestalterischen Kontrolle ab.
So lässt er sowohl den Zufall als auch die technischen Rahmenbe-dingungen der Fotografie motivisch mitwirken und zeigt gleichzeitig deren produktive Fehlerhaftigkeit.
Im Rahmen der FREIFLÄCHE, die einmal im Jahr zeitgenössische Künstler:innen um einen künstlerischen Beitrag für das Gießkannen-museum bittet, zeigt Felix Dobbert eine Auswahl aus seiner Serie Broken Flowers. Mit dem Jahr 2018 beginnt er Schnittblumen im häuslichen Kontext zu fotografieren. Diese haben das Pralle und Frische – Aspekte wofür wir sie eigentlich als dekorative Vaseninhalte schätzen – bereits hinter sich gelassen. Mit einer Sofortbildkamera, deren kaum zu beein-flussende Bilderzeugnisse vom Künstler später mitunter stark vergrößert werden, fängt er vorgefundene Blumensträuße und Blütenköpfe ein, deren verblaste Erscheinungen eher morbide und von beinah malerischer Qualität sind. Für das GiKaMu hat der Künstler eine ortsbezogene Hängung entwickelt, die die große Ausstellungsfläche formatfüllend bespielt und mit Bildtapete und darauf platzierten gerahmten Arbeiten zwei Ebnen aufmacht. Die Broken Flowers können so an einem Ort, der sich der Formenvielfalt von Gießgefäßen verschrieben hat, mit einer besonderen Präsenz aufwarten und mit der Sammlung in einen Dialog treten.
Das Gießkannenmuseum ist mit von der Partie beim Ausstellungsprojekt GRÜN in der SCHEUNE SIEBEN im Försbachtal. Hier setzt man sich seit längerem und auf wunderbare Weise für Kunst und Kultur im ländlichen Raum ein.
Einige grüne Exponate aus unseren Beständen sind dort bis zur Finissage am 2. Oktober zu sehen.
Dieser Sommer war ein heißer und die Gießkannen vielfach im Einsatz! Der Blick für das Bewässerungsgefäß dürfte also geschärft und ein Einblick in die aktuellen Bestände des Museums, das den Pflanzengießern huldigt, willkommen sein. Am kommenden Samstag, den 10. September, findet im GiKaMu wieder eine Führung durch die stetig anwachsende Sammlung statt. Wer einen Stadtausflug plant, bekommt an diesem Wochenende viel geboten:
Das Stadttheater und die Giennale laden Kulturhungrige ein und auch der Botanischen Garten hat seine Pforten noch geöffnet. Wir schließen uns an und bieten unsere regelmäßig stattfindende, öffentliche und für alle Neugierigen kostenfreie Führung um 15 Uhr in der Sonnenstraße 3 an. Im Rahmen der etwa 45 Minuten dauernden Führung erzählen wir ausgewählte Hintergrundgeschichten zu unseren Exponaten und werden das allgemeine Gießkannenwissen mehren.
Das Gießkannenmuseum unterwegs: Eine inszenierte Führung mit Bewässerungsgefäßen
Foto: Museum am Ostwall Dortmund, Mareen Meyer
WO: auf der Leonie-Reygers-Terrasse vor dem Dortmunder U WANN: 19. August um 18.30 Uhr
Das Gießkannenmuseum unterwegs! Das Museum für materielle Alltagskultur mit Sitz in Gießen macht sich mit ausgewählten Exponaten auf den Weg nach Dortmund. Im Gepäck hat es zahlreiche Gießkannen und deren Hintergrund-geschichten. Denn schließlich ist es eine Besonderheit des partizipativen Museums, dass nahezu alle Objekte gespendet wurden und über individuelle Hintergrundgeschichten verfügen. Mit seiner mobilen Einheit bietet das Team des GiKaMu eine inszenierte Führung mit Anekdoten und historische Fakten rund um das Bewässerungsgefäß an.
Entlang eines Parcours werden sich die Teilnehmer:innen im temporären Garten vor dem Dortmunder U bewegen und erfahren, was alles zu „Gärtners erster Pflicht“ zu berichten ist. Wer bislang dachte, die Gießkanne sei ein banaler Gegenstand, wird Tülle und Brause danach in einem anderen Licht betrachten. Ein Gießkannenabenteuer für Garten- und Kunstbegeisterte!
Eine Kooperation des Museum Ostwall im Dortmunder U im Rahmen der Ausstellung „Flowers! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ mit dem Gießkannenmuseum Gießen Umsetzung: Ingke Günther und Jörg Wagner (gärtnerpflichten)
Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher rief als erster zum 125-jährigen Jubiläum der Stadtbibliothek alle Bürger:innen auf, Gießen für das StadtLesen 2023 zu nominieren. Hier sehen wir nun Christina Hohenemser, Vorstandsmitglied des Literarischen Zentrums (LZG), die für Gießen als StadtLese-Stadt wirbt. Niedergelassen hat sie sich dafür vor dem Gießkannenmuseum – einem Ort, der ihr am Herzen liegt. Uns liegen Gießkannen nahe, aber das Lesen nicht weniger. Deswegen möchten wir auf den Städtewettbewerb aufmerksam machen!
Von Ende April bis Mitte Oktober bespielt StadtLesen jährlich stark frequentierte Plätze in Mitteleuropa. Besucher:innen in 25 bis 30 Städten widmen sich dann jeweils ihrer Leselust im mobilen Lesewohnzimmer. Dort warten mehr als 3000 Bücher in Büchertürmen und gemütliche Lesesitzmöbel laden zum Lesen, Schmökern, Lauschen und Vertiefen ein. Das alles unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt. Vier Tage Lesegenuss und Bildung mitten in der Stadt!
Möchten Sie Gießen für das kommende Jahr für StadtLesen nominieren? Dann machen sie das hier: https://www.stadtlesen.com/
Zum TAG DER GIESSKANNE, der jedes Jahr am 4. Juli begangen wird, hat das Gießkannenmuseum nun eine ganz besondere Überraschung ereilt: Die Spende einer Gießkanne aus Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos! Eigentlich sollte dieses Objekt schon zum zehnten Geburtstag des GiKaMu eintreffen – nun wurde es mit einem Jahr Verspätung überreicht, was bei Museumsteam und anwesenden Gästen aber nicht weniger Freude auslöste! Sehr groß, orangerot, upgecycelt und faire gehandelt ist das imposante Gefäß, das eine in Ouagadougou ansässige Künstlergruppe im Auftrag des Gießener Weltladens extra für das Gießkannenmuseum anfertigen ließ. Von dort trat die afrikanische Kanne ihren langen Weg zum neuen Bestimmungsort an und reiste – wie alle Waren – zuerst mit dem Moped zum Bahnhof, um in einen Container verladen zu werden. Daran schlossen sich die Zugfahrt bis zum Seehafen (Elfenbeinküste), der Schiffstransport bis Antwerpen, die Zugreise nach Frankfurt ins Lager des Handelspartners Moogoo und die abschließende Autoreise nach Gießen an. Die Patin der großen Roten, Karin Solms-Turski, ist nicht nur für die Umsetzung der Geschenkidee, sondern auch für die feierliche Übergabe des kunsthandwerklichen Objekts verantwortlich. Sie übergab das schwere Exponat mit den Worten: „Hier ist nun die einzigartige, weitgereiste Arrosoir rouge. Ein Unikat, 4 kg schwer, aus alten Ölfässern erschaffen, fair gehandelt. Sie ist nicht gießtauglich, aber ein Symbol! Ein ansehnliches Symbol für Kreativität, ein stattliches Symbol für Upcycling-Kunst, ein beeindruckendes Symbol für Fairtrade-Handelsbeziehungen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg und letztlich auch ein schönes Symbol für die Hoffnung auf freundschaftliche Verbundenheit zwischen Menschen weltweit!“
Wir danken dem Weltladen Gießen für die Idee, dem Fairtrade-Handelspartner Moogoo für die Vermittlung und der afrikanischen Künstlergruppe für die Fertigung dieser außergewöhnlichen Gießkanne. Sie ist bislang die größte in unseren Beständen! Unser besonderer Dank geht an Karin Solms-Tuski, ohne die diese Spende nicht zustande gekommen wäre!
Der Tag der Gießkanne 2022: Burkina Faso meets GiKaMu
Termin: 4. Juli 2022 um 18 Uhr im Gießkannenmuseum (Sonnenstraße 3)
An anderen Orten begeht man am 4. Juli den Independence Day – in Gießen feiern wir schon seit Jahren den „Tag der Gießkanne“ und würdigen das Werkzeug, das Grünliebhaber:innen unabhängig vom Regen macht. Dieser Tag wird stets mit einer kleinen Aktion begangen und 2022 steht eine feierliche Gießkannenübergabe durch Vertreter:innen des hiesigen Weltladens bevor. Schon lange wurde uns dieses weitgereiste Exponat versprochen, nun ist es in Gießen gelandet! So viel darf verraten weder: Es handelt sich um eine imposante Gießkanne aus Ouagadougou in Burkina Faso. Lauter positive Begriffe lassen sich mit diesem Objekt verbinden: upcycling, fairtrade, handmade sowie made in africa.
Das Team des GiKaMu ist gespannt auf den angekündigten Neuzugang und dessen Hintergrundgeschichte. Neugierige Besucher:innen sind zur Übergabe herzlich willkommen!
Sommerzeit ist Gießkannenzeit und nach langer Pause bietet das GiKaMu endlich wieder in regelmäßigen Abständen öffentliche Führungen an. Wer war noch nicht im Gießener Museum, das ausschließlich Gefäße zur künstlichen Beregnung sammelt? Wer kennt das charmante Museum bereits, möchte sich aber informieren, was in den letzten Jahren an ungewöhnlichen Neuzugängen eingetroffen ist? Wer plant einen Stadtausflug und wollte ohnehin den in der Nähe gelegenen Botanischen Garten besuchen? Wer möchte große Freilandgießkannen nicht wuchten, sondern mit Muße betrachten? All jene können sich um 15 Uhr im Kannenmuseum einfinden. Im Rahmen der etwa 45 Minuten dauernden Führung geben wir Einblicke in die außergewöhnliche Sammlung, erzählen Hintergrundgeschichten zu unseren Exponaten und werden Ihr Gießkannenwissen mehren.
Die Führung ist kostenfrei und findet in der Sonnenstraße 3 statt. Die nächsten Einblicke können Sie am 9. Juli und 6. August (jeweils um 15 Uhr) gewinnen.
7. Mai 2022 von 10 bis 17 Uhr rund um den Kugelbrunnen in der Gießener Fußgängerzone
Kinder sind Gießkannenexperten! Gießkannen sind unentbehrliche Gartenwerkzeuge, Sammelobjekte und auch beliebtes Spielzeug. Kinder schätzen das Objekt mit Tülle und Brause besonders – im Sandkasten darf es nicht fehlen. Zum Museumsfest wird das GiKaMu mit seiner mobilen Einheit ein spannendes wie kreatives Angebot für junge Menschen unterbreiten. Malen, zeichnen, kneten! Schaut vorbei!
Frühjahr und Sommer sind freudige Gießkannenzeiten. Notiert Euch schon einmal folgende Termine:
7. Mai:Frühjahrsfest im Marktquartier, Gießen 15. Mai: Internationaler Museumstag, Gießen 4. Juli: Tag der Gießkannen, Gießen
19. August: Das Gießkannenmuseum unterwegs: Eine inszenierte Führung mit Bewässerungsgefäßen, Dortmund Einladung des Museums am Ostwall im Dortmunder U
Die Ausstellung DIE KLEINE GÄRTEN DES GLÜCKS von Barbara Camilla Tucholski im Rahmen unserer Reihe FREIFLÄCHE wurde bis zum 20. Februar verlängert 2022! Besuche sind auch außerhalb der Öffnungszeiten (nach Terminvereinbarung) sehr willkommen!
Wissenschaftliche Erfassung der bildlichen Darstellungen
Kulturwissenschaftlerin Eva Bös inventarisiert die Sammlung im Jahr 2021
Ein zusätzlicher Schwerpunkt des Museums hat sich mit der Sammlung bildlicher Darstellungen von Gießkannen entwickelt. Inzwischen verfügt das Museum mit seinen Grafiken und Darstellungen von Gießgefäßen in anderen Bildmedien über ein motivisches Spezialgebiet, in dem sich auch einige bemerkenswerte Blätter befinden. Bislang ist dieser Bestand jedoch nicht systematisch inventarisiert worden. Hierfür wurde im Jahr 2020 ein Förderantrag beim Hessischen Museumsverband gestellt. Die wissenschaftliche Erfassung konnte mit den bewilligten Mitteln im Jahr 2021 umgesetzt werden. Hierfür wurde die externe Kulturwissenschaftlerin und Papierrestauratorin Eva Bös (Frankfurt a. M.) gewonnen.
Sie hat ein Ordnungssystem entwickelt, die Bildwerke der Sammlung in die Sachgruppen Kunstwerk, Grafik, Trivialia aufgeteilt, sämtlichen Blättern eine Signatur zugewiesen und die Grundinformationen erfasst. Damit sind die einzelnen Objekte nun identifizier- und auffindbar. Die Erfassung ist außerdem mit der konservatorischen Maßnahme einer Neuverpackung verbunden worden. Somit ist die Basis für eine langfristige Aufbewahrung und eine weitere Erschließung des Bestands geschaffen. Die Sammlung des Gießkannenmuseums umfasst aktuell 135 historische Druckgrafiken, sieben zeitgenössische Kunstwerke und vier Trivialia.
Die Grafiken bilden historische Gießkannen in unterschiedlichen Kontexten ab und zeigen den gesamten Kosmos des alltäglichen Bewässerungsgefäßes heute sowie in der Vergangenheit. So sieht man historische Freilandkannen bei der Garten- oder Feldarbeit, bürgerliche Interieurs des 19. Jahrhunderts mit Gießkannen, übermütige Kinderszenen, Illustrationen aus Lexika sowie historische Werbungen. Das älteste Blatt ist ein Holzstich aus dem Jahr 1690; die meisten Blätter lassen sich Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts datieren und entstammen vornehmlich der Unterhaltung dienenden Zeitschriften.
Für die Arbeit des Gießkannenmuseums sind diese Darstellungen über ihren individuellen ästhetischen Wert hinaus interessant, da sich aufgrund der gegebenen Motive auch zeitliche Einordnungen der dreidimensionalen Objekte vornehmen lassen.